Gen_Pluswin
Gen_Pluswin Gen_Pluswin

setzt Maßstäbe

 
 
 


Namensindex
Ortsindex

OFB Breitenbach

Autor Wilfried Albrecht

dieses Ortsfamilienbuch umfasst 2900 Familien

und wurde zuletzt am 24. 08. 2017 aktualisiert


Einleitung

Breitenbach ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Schauenburg im nordhessischen Landkreis Kassel mit etwa 1.700 Einwohnern.

Der Ort wird erstmals 1408 in einem Sühnebrief der Stadt Wolfhagen als Breydenbach erwähnt. Es ist aber anzunehmen, dass das Dorf älter ist, denn der noch stehende Kirchturm mit seinen romanischen Formen könnte aus dem 12. Jahrhundert stammen. Der Name des Ortes wird von Breida (Flur) abgeleitet.

Der Ort liegt im Naturpark Habichtswald und südlich der Bundesautobahn A 44. Durch Breitenbach verläuft die Bundesstraße B 520. Durch den Ort fließt die Ems, die beim Emserhof entspringt. Am 31. Dezember 1971 wurde Breitenbach in die Gemeinde Hoof eingegliedert. Diese fusionierte am 1. August 1972 mit Elgershausen zur neuen Gemeinde Schauenburg.

Vom 22. bis 25. August 2008 feierte man das Jubiläum "600 Jahre Breitenbach 1408 - 2008".

Bekannte Persönlichkeiten sind Johann Friedrich Krause Albert (Ali) Schindehütte.

Zu Ehren von Johann Friedrich Krause und Demoiselle Marie Hassenpflug (aus Hoof) (beide haben viel zu den Märchen der Gebrüder Grimm beigetragen) wurde im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms zu Beginn der 1990er Jahre im alten Feuerwehrhaus die „Schauenburger Märchenwache“ errichtet.

Gegründet wurde die Märchenwache von dem Künstler Albert(Ali) Schindehütte, der diese mit Zeichnungen und verschiedenen Holzschnitten gestaltete. Seit 1996 arbeitet er schwerpunktmäßig für und in der Wache. In der Märchenwache finden wechselnde Ausstellungen, Konzerte, Hochzeiten und Lesungen statt.


Vorwort

1650, der dreißigjährige Krieg (1618-1648) war gerade mit dem westfälischen Frieden zu Münster beendet worden. Man kann davon ausgehen, dass auch Breitenbach von den Kriegshandlungen betroffen war.

1910, man lebte wohl in Friedenszeiten, aber kriegerische Töne in Deutschland und Europa, sollten nichts Gutes bedeuten. In der Tat, vier Jahre später begann der mörderische 1. Weltkrieg (1914-1918). So wie auch im dreißigjährigen Krieg verloren wieder Millionen von Menschen ihr Leben.

Im nachfolgenden Ortsfamilienbuch sind die Kirchenbucheintragungen zwischen 1650 und 1910 ausgewertet. Die standesamtlichen Registrierungen beginnen 1874, so dass jetzt jeder Interessierte relativ einfach seine Vorfahren zurückverfolgen kann.

Das „Erste Kirchbuch“ zu Hoof enthält zwar Eintragungen für den Zeitraum 1598 bis 1647, jedoch sind nur für die Jahren 1598 bis 1607 die Amtshandlungen für Hoof, Breitenbach und Elmshagen eingetragen. Der größere Teil des Kirchbuches enthält die Eintragungen für Elgershausen vom Jahre 1608 an.

Im „Zweiten Kirchbuch“ zu Hoof sind die Jahre 1647 bis 1686 erfasst. Breitenbach gehörte 1650, ebenso wie Elmshagen, zum Kirchspiel Hoof.

Die Eintragungen in diesem Kirchenbuch waren naturgemäß am schwierigsten auszuwerten. Es ist vor allen Dingen die schwer lesbare Handschrift, die manchmal fehlerhafte Erfassung, sowie Streichungen, die die Glaubwürdigkeit der Eintragungen gelegentlich in Frage stellt.

Für Breitenbach sind die Taufen von 1647 bis 1686, die Copulationen von 1658 bis 1660 sowie von 1666 bis 1686, die Begräbnisse von 1663 – 1686 erfasst.

Das „Dritte“ Kirchbuch umfasst die Taufen sowie die Begräbnisse zwischen 1687 und 1724 für Hoof, Breitenbach und Elmshagen.

Im „Vierten“ Buch sind die Trauungen, Konfirmationen und Kirchenbußen aufgeführt. Die Trauungen sind für die Jahre 1696 bis 1746 sowie von 1763 und 1769 erfasst. Es fehlen also die Jahre zwischen 1687 und 1696 sowie die Jahre zwischen 1746 und 1763. Für diesen Zeitraum gibt es aber wenigstens wenn auch sehr lückenhafte Eheprotokolle. Von 1708 und 1746 sind Konfirmationen erfasst.

Ab 1773 gibt es dann für Breitenbach eigenständige Kirchbücher.

In den ersten Kirchenbüchern wurde bei den Taufeintragungen in der Regel der Vorname des Täuflings, danach Vor- und Familienname des Vaters, der/die Taufpaten und der Tauftag angegeben. Die Mutter und der Tag der Geburt wurden nur in den seltensten Fällen erwähnt. Gab es nun mehrere gleichnamige Familienväter, die zur gleichen Zeit Kinder taufen ließen, so konnte die Zuordnung zur Familie nur über die Paten erfolgen. Glück hatte man, wenn der Vater oder der/ die Paten einen relativ seltenen Vornamen trugen oder der Beruf angegeben wurde. Wenig hilfreich dagegen waren Paten mit den sehr häufig vorkommenden Vornamen Anna Elisabeth, Anna Martha, Katharina oder Jost Henrich, Johannes, Johann George, Conrad usw., denn fast jedes Ehepaar hatte einen Bruder oder eine Schwester mit diesen Vornamen. Gelegentlich wurden Taufen oder andere Ereignisse auch vergessen einzutragen und Familiennamen nachweislich verwechselt.

Bei den Konfirmationen fehlen häufig die Väter oder Eltern. Oft fehlt leider auch ein entsprechender Hinweis ob der Vater bzw. Eltern bereits verstorben sind. Dies hätte eine eindeutigere Zuordnung bei den vielen gleichnamigen Konfirmanden/Vätern ermöglicht.

Bei den Heiratseintragungen sind meist nur die Angabe des Ehemannes, der Ehefrau und das Heiratsdatum vermerkt. Es wurden nicht immer die Väter bzw. Eltern oder der Herkunftsort aufgeführt, so dass bei der häufigen Namensgleichheit die Braut oder der Bräutigam nur aufgrund der Paten bei den nachfolgenden Taufen vermutet werden konnte.

Auch die Begräbniseintragungen waren sehr knapp gehalten. Es fehlte tlw. der Hinweis auf den Familienstand. So konnte man oft nicht erkennen, ob der Vater, der gleichnamige Sohn oder eine gleichnamige andere Person beerdigt wurde. Gleiches galt auch für das weibliche Geschlecht. Das Sterbealter wurde, falls angegeben, in vielen Fällen falsch oder zu einer anderen bereits verstorbenen Person gleichen Namens ermittelt.

Erst nach 1773 bzw. 1822 wurden die Angaben genauer. Aber auch hier sind Fehler in der Erfassung nicht auszuschließen. Gerade bei den Familiennamen sind hin und wieder eindeutige Zuordnungen durch verschiedene Schreibweisen schwierig. Ein Beispiel. Bei der Geburt ist es Johannes Henrich Vaupel, bei der Trauung Johannes Vaubel und bei dem Begräbnis ist es Henrich Vaupel.

Im erfassten Zeitraum war die Bevölkerung von Breitenbach durchweg evangelisch. Auf einen Religionshinweis wurde daher verzichtet. Bei den wenigen katholischen Bürgern wurde dies vermerkt. Die jüdische Bevölkerung ist separat erfasst.

Mit der Erfassung der Daten habe ich 2013 begonnen. Zuerst musste ich dazu in das Archiv des Landeskirchenamtes der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Kassel fahren, später ging alles mit „Archion“ viel einfacher. Archion ist ein kostenpflichtiges Webportal, das Kirchenbücher und weitere Quellen seit dem 20. März 2015 online stellt.

Eine große Hilfe war auch die handschriftliche Auswertung der Kirchenbücher von Breitenbach für den Zeitraum 1647-1821 durch die verstorbene Frau Hertha Brede aus Hoof. Diese Unterlagen liegen seit Mitte 2016 im Archiv der Gesellschaft für Familienkunde in Kurhessen und Waldeck e.V. in Kassel.

Mein besonderer Dank geht auch an die Herrn Hans Friedrich und Friedhelm Lecke, beide aus Breitenbach, die mir viele interessante interne Hinweise auf Familien und Personen gaben.






Für den datentechnischen Inhalt der Seiten sind alleine die Einreicher verantwortlich,
Gen_Pluswin stellt lediglich die Infrastruktur zur Verfügung.
Genealogische Anfragen bitte nur an den jeweiligen, auf der Seite genannten, Einreicher.


Wir sind bestrebt, alle Vorschriften des Datenschutzes vollständig zu erfüllen. Falls Sie vermuten, dass dies nicht der Fall ist,
teilen Sie dies bitte umgehend per eMail an Berwe@Genpluswin.de und an den jeweiligen Autor mit, damit zügig Abhilfe geschafft werden kann.
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die zeitaufwendigere Einschaltung eines Rechtsanwaltes zur für den Diensteanbieter kostenpflichtigen
Abmahnung nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen entspricht.



Diese Datenbank hatte 27763 Zugriffe



Datenbankprogrammierung
Gisbert Berwe