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OFB Altenritte

Autor Wilfried Albrecht

dieses Ortsfamilienbuch umfasst 2037 Familien

und wurde zuletzt am 01. 11. 2018 aktualisiert


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Altenritte ist heute ein Stadtteil von Baunatal im Landkreis Kassel in Nordhessen mit ca. 2500 Einwohnern.

Altenritte liegt im Ostteil des Naturparks Habichtswald westlich bis südwestlich des 413,4 m ü. NN hohen Baunsbergs. Altenritte liegt an der Bauna, die als westlicher Fulda-Zufluss südliche Bereiche von Altenritte durchfließt und dort von der Lützel gespeist wird. Nördlich des Stadtteils verlaufen die Bundesautobahn 44 sowie die Landesstraße 3215 (ehemalige Bundesstraße 520). Südlich der Ortschaft trifft die L 3218 auf die L 3219.

Urkundlich erstmals 775 erwähnt, hat der Stadtteil in seinem Kern seinen ursprünglich ländlichen Charakter durch liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser bewahrt. Unter zwei denkmalgeschützten Linden vor der Heilandskirche zeugen der Rest eines Taufsteins von 1787 und ein alter Gemeindetisch von der langen Tradition. Im Wohnhaus über der alten Schmiede veranschaulicht das Heimatmuseum Hessenstube und die „Alte Schmiede“ die typischen früheren Wohn- und Lebens- und Arbeitsverhältnisse.

Mit der Ansiedlung des Volkswagenwerkes vor über 60 Jahren gab es eine umfassende Umstrukturierung des gesamten Baunataler Raums, die primär die Landwirtschaft betraf. Von dörflicher Idylle zur modernen aufstrebenden Stadt hat auch der Stadtteil Altenritte eine rasante Entwicklung genommen. Viele Bauernhöfe fielen der Abrissbirne zum Opfer. Der dörfliche Ortskern mit seinen Fachwerkhäusern und engen Straßen um die Altenritter Heilandskirche ist geblieben.

Durch die Ausweisung von Bauflächen hat sich Altenritte in den letzten Jahrzehnten allerdings in Richtung Norden erheblich vergrößert und hat sich mit seinen ca. 2.500 Einwohnern zum reinen Wohnstadtteil am Baunsberg entwickelt.

Im nachfolgenden Ortsfamilienbuch sind die Kirchenbucheintragungen zwischen 1650 und 1910 ausgewertet. Die Kirchenbücher von Altenritte, aber auch die von Großenritte, sind im 30jährigen Krieg verloren gegangen. Bereits 1638 hat der damalige Pfarrer Georg Heer mit den neuen Kirchenbüchern angefangen. Heer war Pfarrer von 1638-1654. Das erste Kirchenbuch umfasst die Zeit zwischen 1638 und 1773. Die beiden ersten Jahre, also 1638 u. 1639 wurden jahrgangsweise nach Amtshandlungen getrennt, danach nach Amtshandlungen (*+ooKonf) getrennt geführt. Leider ohne Register.

Die Eintragungen in diesem Kirchenbuch waren naturgemäß am schwierigsten auszuwerten. Es ist vor allen Dingen die schwer lesbare Handschrift, die manchmal fehlerhafte Erfassung, sowie Streichungen, die die Glaubwürdigkeit der Eintragungen gelegentlich in Frage stellt.

Bei den Taufeinträgen 1638-1773 gab es keine Eintragungslücken. Anders bei den Copulationen bzw. Begräbnissen. Hier gab es teilweise Lücken von bis zu 4 Jahren. Bei den Copulationen z. B. von 1659-1663 und bei den Begräbnissen von 1712-1715. Entweder es gab tatsächlich in dieser Zeit keine Ereignisse oder der Pfarrer hat sie schlichtweg nicht eingetragen.

In den ersten Kirchenbüchern wurde bei den Taufeintragungen in der Regel der Vorname des Täuflings, danach Vor- und Familienname des Vaters, der/die Taufpaten und der Tauftag angegeben. Die Mutter und der Tag der Geburt wurden nur in den seltensten Fällen erwähnt. Gab es nun mehrere gleichnamige Familienväter, die zur gleichen Zeit Kinder taufen ließen, so konnte die Zuordnung zur Familie nur über die Paten erfolgen. Glück hatte man, wenn der Vater oder der/ die Paten einen relativ seltenen Vornamen trugen oder der Beruf angegeben wurde. Wenig hilfreich dagegen waren Paten mit den sehr häufig vorkommenden Vornamen Anna Elisabeth, Anna Martha, Katharina oder Jost Henrich, Johannes, Johann George, Conrad usw., denn fast jedes Ehepaar hatte einen Bruder oder eine Schwester mit diesen Vornamen. Gelegentlich wurden Taufen oder andere Ereignisse auch vergessen einzutragen und Familiennamen nachweislich verwechselt.

Bei den Konfirmationen fehlen häufig die Väter oder Eltern. Oft fehlt leider auch ein entsprechender Hinweis ob Vater bzw. Eltern bereits verstorben sind. Dies hätte eine eindeutigere Zuordnung bei den vielen gleichnamigen Konfirmanden/Vätern ermöglicht.

Bei den Heiratseintragungen sind meist nur die Angabe des Ehemannes, der Ehefrau und das Heiratsdatum vermerkt. Es wurden nicht immer die Väter bzw. Eltern oder der Herkunftsort aufgeführt, so dass bei der häufigen Namensgleichheit die Braut oder der Bräutigam nur aufgrund der Paten bei den nachfolgenden Taufen vermutet werden konnte.

Auch die Begräbniseintragungen waren sehr knapp gehalten. Es fehlte tlw. der Hinweis auf den Familienstand. So konnte man oft nicht erkennen, ob der Vater, der gleichnamige Sohn oder eine gleichnamige andere Person beerdigt wurde. Gleiches galt auch für das weibliche Geschlecht. Das Sterbealter wurde, falls angegeben, in vielen Fällen falsch oder zu einer anderen bereits verstorbenen Person gleichen Namens ermittelt.

Erst nach 1773 bzw. 1822 wurden die Angaben genauer. Aber auch hier sind Fehler in der Erfassung nicht auszuschließen. Gerade bei den Familiennamen sind hin und wieder eindeutige Zuordnungen durch verschiedene Schreibweisen schwierig. Ein Beispiel. Bei der Geburt ist es ein Mumberg, bei der Trauung Momberg und bei dem Begräbnis ist es wieder Mumberg.

Das zweite Kirchenbuch erfasst die Jahre 1774–1817, das dritte die Jahre 1818-1830.

Ab 1830 bzw. 1831 werden die Ereignisse getrennt aufgeführt.

Taufen von 1830-1927, allerdings ist der letzte freigegebene Eintrag wegen Datenschutz das Jahr 1912.

Tote von 1830-1998, letzter Eintrag ist hier das Jahr 1982.

Trauungen von 1831-1957, letzter Eintrag hier das Jahr 1951.

Konfirmationen von 1831-2001, hier ist der letzte Eintrag aus dem Jahre 1927, also das Geburtsjahr 1912.

Im erfassten Zeitraum war die Bevölkerung von Altenritte durchweg evangelisch. Auf einen Religionshinweis wurde daher verzichtet. Bei den wenigen katholischen Bürgern wurde dies vermerkt.








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